Gewerbeschein für kostenloses Webhosting?

Hallo,
brauche ich, wenn ich kostenloses webhosting anbiete, einen gewerbeschein?

grüße,
sebastian

Kommt wohl in erster Linie drauf an, ob das ganze rechtlich gesehen ein Gewerbe wird, oder nicht.

Wie immer keine Rechtsberatung.

Für Freehosting an sich ist das nicht zwingend notwendig, außer du hast Profitabsicht (etwa indem du Werbung schaltest oder kostenpflichtige Zusatzangebote bietest - eine genaue Definition gibt es da aber nicht. Anfür sich ist der Erwerb eines Gewerbescheines aber durchaus das sicherste Mittel. Ein Kleingewerbe reicht da ja schon aus - kostet etwa zwischen 20 und 30 Euro und macht einiges her :wink:

da ich keinen gewinn mit dem webhosting angebot erzielen möchte, sollte es eigentlich kein gewerbe sein, oder sehe ich da was falsch?

grüße,
sebastian

hi,

wenn Du ein Gewerbe betreiben möchtest, daher gewinnorientiert arbeitest und entgeltliche Dienste anbietest, ist eine Gewerbeanmeldung nötig. Stellst Du das aber zB. Freunden kostenlos zur Verfügung und erzielst auch nicht etwa durch Werbeeinnahmen Gewinne, so ist das nicht nötig.

ciao

okay, vielen dank für eure antworten.
ihr habt mir echt weitergeholfen.

jetzt hab’ ich noch eine andere frage.
(ich weiß, dass rechtsberatung von nicht anwälten nicht gegeben werden darf)
was muss ich umbedingt in die agb schreiben, um mich vor klagen wegen serverausfall etc. zu schützen?

grüße,
sebastian

z.B.

darf ich das einfach so übernehmen?
ich habe die frage nämlich gestellt, weil ich nicht sicher bin, ob ich das einfach übernehmen darf, bzw. ob ich agbs aus dem internet einfach übernehmen und auf mein angebot anpassen darf.

grüße,
sebastian

Nein, natürlich nicht. Aber ich kann dir nacher kurz eine ähnliche Klausel schreiben.

…ist Unfug.
Selbstverständlich darfst du jedermann um Rat fragen und darf jedermann dir Tipps und Ratschläge geben.
Alles andere ist nichts weiter als ein Internetgerücht.

Ähnlich verhält es sich mit diesem „Gewerbe anmelden“. Solange du kein GEWERBE ausübst (ein Gewerbe wäre zB eine berufliche Tätigkeit als Elektriker oder Prostituierte oder ähnliches) brauchst du auch keine „Anmeldung“. Niemand der Nachhilfestunden gibt oder Nachbars Fiffi Gassi führt oder dreimal die Woche für die Omma nebenan einkaufen geht, meldet ein Gewerbe an. Macht euch doch bitte nicht ins Hemd, wenn es um Internet geht.
!coffee

@schoscho , sry aber
erst informieren - dann Schnabel aufreißen.

Rechtsberatung ist nicht erlaubt - jedenfalls nicht von Laien, sondern nur von authorisierten Personen (e.g. Rechtsanwälten) - das steht so im Rechtsdienstleistungsgesetz, kannst du ja dort nachschlagen.

Gleiches gilt für deine Aussage bzgl. des Gewerbescheins
Eine Tätigkeit wird genau dann gewerblich wenn eine Gewinnabsicht dahintersteht - gleich in welcher Höhe. Sicherlich gibt es da Ausnahmen, die unter die Legitimationsgrenze fallen - etwa eben Nachhilfe oder “kleine Dienste” wie Einkaufen für ältere Leute, Gassi gehen etc… Dennoch müsste hierfür formell gesehen ein Gewerbe angemeldet werden, es sei denn man macht die Tätigkeit aus freien Stücken heraus weil es einem Spaß macht und man kein Geld haben möchte. Eine fixe Bezahlung ist dann aber klar nicht drin.

Lieber kerbination,
leider sind deine obigen Ausführungen sachlich falsch.

Da ich aber weder die Lust noch die Zeit habe, Internetgerüchte zum tausendsten Male zu widerlegen, lasse ich es.
de.wikipedia.org/wiki/Rechtsdien … ungsgesetz
Dies gilt aber nicht für Foren, sondern für gewerbliche Rechtsberatung.
Womit wir beim Gewerbe wären. Wie gesagt: wer sich nen Zehner nebenbei verdient, übt kein Gewerbe aus. de.wikipedia.org/wiki/Gewerbe
Aber ich bis es echt leid, von mir aus macht doch was ihr wollt.

Lieber schoscho,

Was die Wikipedia sagt stimmt nicht immer vollumfänglich - die Wikipedia ist nicht für die Existenz der Dinge zuständig, nur für deren Erläuterung - und in medizinischen und rechtlichen Fragen eher ungeeignet (vgl. Diskussionsfäden)!"

[quote]
§ 6 RDG “Unentgeltliche Rechtsdienstleistungen” Abs 2: Wer unentgeltliche Rechtsdienstleistungen außerhalb familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehungen erbringt, muss sicherstellen, dass die Rechtsdienstleistung durch eine Person, der die entgeltliche Erbringung dieser Rechtsdienstleistung erlaubt ist, durch eine Person mit Befähigung zum Richteramt oder unter Anleitung einer solchen Person erfolgt. […][/quote]
Ist wohl bei allen, die hier im Board sind mehr oder weniger auszuschließen, oder?

Und nun bitte back2topic…

Er sollte es aber! Den es handelt sich dabei um eine regelmäßige Tätigkeit mit Gewinnabsicht und da sagt der deutsche Gesetzgeber das dieses anzumelden ist.

Genauso ist es für Laien verboten Rechtsberatung zu geben ( bis auf kleine Ausnahmen )

btt:
Schaltest du Wervung oder verdienst sonstwie an deinem Hosting? Dann solltest du Gewerbe anmelden ( kostet 20-30 euro + du musst jährlich deine Steuererklärung machen (ich mache diese immer mit Wiso Steuersoftware für Kleinunternehmer, dauert dann nichtmal 30 Minuten :smiley: )

Grüße Michael

ich verdiene damit gar kein geld.
mein ziel ist es bloggs zu hosten und dadurch eine community aufbauen, die auch bei der entwicklung der blogsoftware mithelfen darf.