Heute abend… München, Innenstadt… Mathäser Filmpalast… an der Kasse…
Ich steh da und wart auf meine Karten (Ice Age3… genial) und das Wechselgeld, als an der Nebenkasse ein Rollifahrer auftaucht… die bekommen die Karten ja vergünstigt, brauchen ja auch keinen Sitzplatz, den haben die direkt dabei… Also, die Kassiererin wollte 5,50 Euro haben, der junge Mann hatte aber nur 5 Euro mit. Die müssen wohl die Preise kürzlich angehoben haben… Jedenfalls sagt die eiskalt zu ihm: “Wenn Sie nicht den vollen Preis zahlen können, kann ich sie auch nicht reinlassen!” (in höchst arrogantem Tonfall)… Hallo? Ich mein… 50 Cent… kann man da nicht mal ein Auge zudrücken, oder es dem armen Kerl wenigstens in einem vernünftigen Ton erklären? Versuchen eine Lösung zu finden? KUNDENORIENTIERT? Ich arbeite auch im Verkauf… und wenn es da irgendein Problem gibt, dann versuch ich immer eine Lösung zu finden, die für den KUNDEN am Besten ist… und wir sind noch nicht pleite gegangen… im Gegenteil… unsere Kunden kaufen dann sehr gerne wieder bei uns… warum geht das nicht auch an der Kinokasse?
Ich hab ihm die 50 Cent gegeben, viel Spaß beim Film gewünscht und die Dame an der Kasse gefragt, ob sie sicher ist, dass sie hier den richtigen Job hat… Er hat sich total gefreut… von ihr keine Antwort…
ja, so ist das halt. versuch so kram mal in serbien, da haste keine chance wegen sowas verärgert zu werden. normalerweise wenn man dort irgendwie mit einpaar leuten weggeht hat man am schluss immer eine fast-schlägerei in der darum gestritten wird, wer denn die rechnung bezahlen darf. so kram wie “ey, du hattest noch die cola, deswegen zahlst du 84cent mehr als ich, wenn wir die rechnung teilen” und so mist, gibts da nicht. 1x zahlt einer, 1x ein anderer, 1x ich bei drei mal weggehen… irgendwer gibt dann 100€ mehr aus als ein anderer, aber das ist doch sowas von shice egal.
mh… Bin geteilter Meinung - einerseits bin ich natürlich ein Mensch und in einem kleinen Laden hätte ich ihm die 50 Cent geschenkt, aber in so nem großen Kino geht das nicht. Da muss die Differenz stimmen (also 0 sein), und es muss klare Richtlinien geben (Richtlinien mag ich - XHTML ftw ). Aber dann müsste das Gleiche auch bei Nichtbehinderten passieren - klar hat er es schwerer, aber dadurch muss er ja nicht bevorteiligt sein, sondern er soll es genauso leicht/schwer wie ein “normaler” Mensch haben.