Wie den Hoster/Server einer Seite herausfinden?


#1

Hallo,

Wie kann man den Hoster also “Wo die Daten liegen” z.B. in meinem Fall bplaced.net herausfinden? Also den Server, FTP oder wie auch immer man das nennt.

Wenn ich bei https://network-tools.com zB DNS oder solche Abfragen mache, dann geht es eher um die Domain, also den Namen, als um “wo die Daten liegen”. In meinem Fall steht dann domainfactory, aber das hat ja nichts mit bPlaced zu tun.

Das finde ich seltsam, es muss doch einen Weg geben, um herauszufinden, wo diese Daten liegen.

Es geht um die Hompage
grimore.org
IP: 46.101.12.65
registriert bei Instra
IP Location: London - dann steht aber Provider Ltd Kominvest
Die DNS Server sind
ns1.grimore.org
ns2.grimore.org
daher ging ich zuerst davon aus, dass es selbst auf eigenen Server gehostet wird, aber dieses Kominvest ist ein Cloud Service.

wenn ich bei browserspy.dk eingebe, steht bei meinem
Web server Apache/2.4

Das ist ja eher eine Software,als ein Hoster.

Bei grimore steht: Unknown.

Diese Tools sind ja sehr nutzlos, wenn man nur Hoster und ggf. Domain wissen will es aber nur irgendwas ausgibt.

Kennt jemand ein besseres Tool, wo dann auch wirklich steht, wie und wo das gehostet wird?

[es geht auch gar nicht um bplaced, ich habe die Ergebnisse einer anderen Seite nur mit meiner verglichen und am eben darauf, dass bplaced nicht vorkommt, aber dafür domainfactory als “Hoster” erscheint. Es geht um eine andere Seite bzw. allgemeines Interesse].


#2

Naja, definiere “Hoster”.

Du kannst eine Traceroute auf die Zieldomain ausführen. Bei einer bplaced-Domain wirst du feststellen, dass die Datenpakete in die Rechenzentren von Hetzner gehen, bis bei irgendeinem Hop nicht mehr geantwortet wird. Im Prinzip kennst du also nur die IP des Servers (bzw. der öffentlichen IP, von der aus geantwortet wird). Wenn die Zwischenhops gesprächig sind, noch den Weg dorthin (versuchs mal mit Traceroute auf opensuse.org).

Abgesehen davon gibt es Internetservices, die dir alle auf einer IP gehosteten (bekannten) Webseiten auflisten. Da kann man dann manchmal anhand der Domain den “Hoster” erraten.

Mfg :wink:


#3

“Naja, definiere “Hoster”.”

Irgendwer muss ja verantwortlich sein, wenn dort zB Cracks verteilt werden.

Also hat man eigentlich keinen Ansprechpartner, weil Impressum gibt es ja auch keines?!?

Die Domainservices wird der “Inhalt” relativ wenig interessieren, daher hätte ich ja den Hoster gesucht, der die Daten hat (und entfernen kann).


#4

Ich bin kein Anwalt, aber in erster Linie ist der Webseitenbetreiber dafür verantwortlich. Du müsstest wohl Anzeige erstatten, aber wenn sich die Betreiber offshore oder hinter rechtlichen Konstrukten verstecken … Was glaubst du, warum Services wie Kinox & Co noch immer existieren? :slight_smile:


#5

KinoX ist auch nicht der Hoster, sondern verlinkt es nur. Ab und zu werden die Inhalte auf den verlinkten Seite von den Urhebern entfernt (eine Meldung erscheint dann).

Ist also kein guter Vergleich, da KinoX eigentlich nicht illegal ist. Es erleichtert halt die Suche auf Seiten wie putlocker usw. wo es wirklich gespeichert ist.

Interessant, dass es scheinbar gar nicht so einfach ist wie gedacht.


#6

Dann erklär das bitte den Gerichten die über die “Sperrung” verfügt haben :laughing:
Das war aber auch nicht mein Punkt.


#7

Dass es potentiell kriminell ist, eine “Suchmaschine” für illegale Inhalte anzubieten, sollte klar sein. Trotzdem finde ich das Urteil nicht wirklich fair, weil sie es ja selbst nicht hosten. Da hätte man gegen diese Plattformen vorgehen müssen, dann hätte sich auch kinoX erledigt von selbst. Die Hauptseite wurde in Österreich gesperrt, aber es gibt natürlich nun andere Domains. Es ist halt so - gebracht hat es eigentlich nichts in der Praxis.

Wie auch immer, interessanter Topic.


#8

Einfach die Netzwerk-Aktivität anschauen, von wo die Ressourcen geladen werden.

Also z.B. im Google Chrome via Strg. + Shift + J, dann Network.
Seite neuladen, die gewünschte Ressource anklicken, die Remote Address nehmen und via Reverse Lookup den Hoster (Domain Name) sehen.

In dem Fall von grimore.org kommen die Daten auch von dort.